7. Oldenburger Filmtage [Begrüßung] [Info] [Portrait] [Programm] [VeranstalterInnen]

Moin moin,

Sieben Jahre Filmtage Oldenburg! Das verflixte 7. Jahr? Wo andere sich trennen, haben wir MitstreiterInnen dazugewonnen. Die Kultur AG des welthaus e.V. ist zum ersten Mal auf den Filmtagen mit dabei und bei RollenWechsel sind die Schwulen wieder aktiv geworden. Herzlich willkommen.

Unter dem Motto „lebens(t)räume” geht es in diesem Jahr um Städte-Vorstädte-Räume-Territorien. Lebensräume/Lebensträume - der Traum vom besseren und guten Leben, vom Leben in fremden Ländern, vom Raum zum Leben und von Räumen außerhalb der Erde, aber auch die Geschichten vom eingeschränkten Raum, der kaum Chancen zur eigenen Lebensgestaltung läßt und von Räumen aus denen es kein Entkommen gibt.

Das sind Themen, die in den Filmen der diesjährigen Filmtage zu sehen sind. Jede Gruppe hat dem Thema eine eigene Gewichtung gegeben.

Das welthaus oldenburg e.V. zeigt Filme zum Thema Straßenkinder in Lateinamerika. Mit den Mitteln des Spielfilms werden die Lebensverhältnisse realitätsnah dargestellt, ohne die Probleme zu leugnen oder zu beschönigen. RollenWechsel hat als Thema die Schwierigkeiten der Liebe in einem nicht alltäglichen Milieu und in einem fremden kulturellen Umfeld. Gegenlicht präsentiert sich unter anderem mit dem Film „Verhüllter Reichstag”. Eine Dokumentation über das großangelegte Projekt des KünstlerInnenpaares Jeanne-Claude und Christo, die die Geschichte dieses Gebäudes durch die Verhüllung sichtbar zu machen versuchten. Filmriß präsentiert den Oldenburger Filmemacher Karl-Heinz Heilig mit seinem Film über einen ungewöhnlichen Mann, der seinen phantastischen Lebenstraum verwirklichte. Als weiteren Gast begrüssen sie die Gruppe A-Clip aus Berlin, eine Videogruppe mit einem besonderen Blick auf die Veränderungen in den deutschen Innenstädten. Das Mobile Kino Niedersachsen wird auch dieses Jahr die Filmtage über den Mittwoch hinaus verlängern. Sie gehen mit zwei Filmen an die Schulen in Oldenburg und Umgebung, um vor Ort mit den SchülerInnen und LehrerInnen zu diskutieren.

Das Medienbüro hat neben vielen einzelnen Highlights drei Schwerpunkte. Der erste ist Jüdische Geschichte und Lebenswelten im heutigen Israel. Senyora Bar-David, mit der sich das diesjährige Portrait einer Filmemacherin beschäftigt, dreht Dokumentationen über die vielfältigen in Israel zusammenlebenden Volks- und Religionsgruppen. Der Eröffnungsfilm „Saint Clara” gehört ebenso zu diesem Themenschwerpunkt. Im neu umgebauten Gartensaal des Cadillac laufen von Sonntag bis Dienstag in einem Sonderprogramm Langzeitdokumentationen zum Thema, die ihrer Länge wegen kaum in Kinos gezeigt werden, aber zu den Juwelen des Genres gehören.
Der zweite Schwerpunkt beschäftigt sich mit Filmen des „Cinéma Beur”, die sich um das Leben in den Vorstädten von Paris drehen. Außerdem wird Mogliss Abdallah von der MigrantInnengruppe Agence IM’Media zu Gast sein, einer Gruppe von Jugendlichen und JournalistInnen, die aus der politischen MigrantInnenbewegung kommen.
Im dritten Schwerpunkt geht es um beengte persönliche Freiräume, wie Psychiatrie und Gefängnis oder was Armut in einem reichen Umfeld bedeutet. Diesem Thema sind der Freitag- und der Dienstagabend gewidmet.

Natürlich fehlen auch dieses Jahr nicht die bewährten Programmpunkte: die lange Filmnacht am Samstag und das Kurzfilmfrühstück am Sonntag. Die Samstagnacht wird lang und außerirdisch. Acht Stunden werden Aliens das Cadillac heimsuchen und Science-Fiction Fans und ihre Kondition auf die Probe stellen.
Das Kurzfilmfrühstück bietet filmisch und physisch ein Programm für „Gourmets”. Auch hier werden einige Filmemacher als Gäste erwartet, um ihre filmischen Leckereien zu servieren.

Für den Regionalen Wettbewerb mußte diesmal aufgrund der zahlreichen Einreichungen eine Auswahl aus den Filmen getroffen werden. Er findet wie immer am Montag statt. Dienstags werden alle ausgewählten Filme im offenen kanal wiederholt, und das Fernsehpublikum hat die Chance mitzustimmen. Der vom Publikum als bester Film erwählte, erhält einen Preis. Die öffentliche Preisverleihung findet am Mittwoch im Cadillac statt, auch hier ist der ok Oldenburg dabei.

Nachdem die Vorarbeit geleistet ist und wir alle auf ein spannendes Programm gespannt sein können, fiebern wir jetzt der Eröffnung entgegen. Am Donnerstag werden im PFL die Gäste begrüßt, Filme gezeigt und mit Sekt auf die 7. Oldenburger Filmtage angestoßen. Anschließend geht es ins Alhambra auf die Eröffnungsparty, die von der Gruppe „halbtotal” mit einem kinogerechten Ambiente gestaltet wird.

7 Jahre Filmtage bedeuten 7 Jahre Lust an anspruchsvollem Kino, das mit hauptsächlich ehrenamtlichem Engagement und dem kontinuierlichen Kampf um knappe finanzielle Mittel in die Tat umgesetzt wird. Wir wünschen uns, daß diese Lust während der Filmtage spürbar und erlebbar wird und wünschen viel Spaß beim Besuch der Filmtage und beim Lesen des Programmhefts.

Der 2XS Counter Die VeranstalterInnen