7. Oldenburger Filmtage [Begrüßung] [Info] [Portrait] [Programm] [VeranstalterInnen]

Sa, 20.11., 20.00  Cadillac
Medienbüro präsentiert

Portrait: Senyora Bar-David

The South - Alice Never Lived Here

Israel 1998, 82 min, Beta SP, OmengU
Regie/Buch/Schnitt: Senyora Bar-David
Kamera: David Benchetrit
Verleih: Akedia Productions

Einstmals hieß es Abu Kabbir und war ein arabisches Dorf in der Nähe von Jaffa. Heute heißt es Tel Kabbir und ist eine jener Schlafstädte Jaffas südlich von Tel Aviv, die überwiegend von aus dem Maghreb stammenden sephardischen Juden ( die man in der israelischen Umgangssprache die „Schwarzen“ nennt) und palästinensischen Arabern bewohnt werden.

In diesem Viertel ist die Filmemacherin Senyora Bar-David aufgewachsen und ihr Film behandelt die Geschichte und die Rolle der Sephardim im heutigen Israel. Im Zentrum des Films stehen drei Frauen aus drei Generationen und ihr Überlebenskampf in einer zur Zeit in Stücke zerbrechenden Gesellschaft, die ihre säkularen und sozialistischen Wurzeln verliert. Einer Gesellschaft, die 50 Prozent ihrer Bevölkerung nur wegen ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe und ihres kulturellen Hintergrunds, sozial und wirtschaftlich marginalisiert.

Die Regisseurin schildert ihre eigenen Erinnerungen anhand der Konflikte der 15-jährigen Elenor aus Jaffa, die aber im Norden Tel Avivs in eine „weiße” Mittelklasse-Schule der Ashkenasim geht. Die Erzählungen von Senyora Bar-Davids 89-jähriger Großmutter inspirierten die Regisseurin zu einer filmischen Reise nach Griechenland und Bulgarien (die europäisch-sephardischen Juden lebten vor dem 2. Weltkrieg vor allem auf dem Balkan), dort wo ihre Großmutter geboren wurde und den Holocaust überlebte.

Zu Gast: Senyora Bar-David

[zurück]