7. Oldenburger Filmtage [Begrüßung] [Info] [Portrait] [Programm] [VeranstalterInnen]

So, 21.11., 22.00  Cadillac
Medienbüro präsentiert

La Petite Vendeuse De Soleil

Das Mädchen, das die Sonne verkaufte
Senegal/CH/F 1999, 45 min, Beta SP, OmU
Regie/Buch: Djibril Diop Mambéty
Kamera: Jacques Besse
Verleih: EZEF

„Seit sehr langer Zeit ist der Handverkauf von Zeitungen in den Straßen von Dakar den Jungen der Stadt vorbehalten. Sili, ein kleines Mädchen lebt auf den Straßen und bewegt sich mit Hilfe von zwei Krücken vorwärts. Sie hält sich neben den Jungen, die die Zeitungen verkaufen, auf und bettelt. Eines Morgens wird sie so heftig von den Jungen angerempelt, daß sie auf den Asphalt hinfällt. Ihre Krücken fand sie meterweit entfernt wieder. Um sich aufzurichten, muße sie alle ihre Kräfte zusammennehmen, und sie nimmt sich fest vor, ab dem nächsten Tag wie alle anderen auch Zeitungen zu verkaufen. Was für Männer gilt, gilt auch für Frauen. Doch die kleine Welt der Jungen ist erbarmungslos. Sie wird mit Schmerzen wie mit Träumen konfrontiert... und schließlich auch mit der Freundschaft. Die Geschichte ist eine Hymne auf den Mut der Straßenkinder.” (Djibril Diop Mambéty)

Djibril Diop Mambéty starb letztes Jahr. La Petite Vendeuse De Soleil war sein letzter Film.

Woubi Chéri

Frankreich 1998, 62 min, Beta SP, OmengU
Regie: Philip Brooks und Laurent Bocahut
Verleih: Dominant 7

Woubi Chéri ist ein Film, der uns am schwulen Leben in der Elfenbeinküste teilhaben läßt. Mehrer Personen werden uns vorgestellt, darunter Vincent, ein traditioneller Geschichtenerzähler, und Babara, die überschwengliche Präsidentin des örtlichen Travestie - Vereins. Mit ihnen reisen wir zwischen Abidjan, der Hauptstadt der Elfenbeinküste, und kleineren Dörfern umher. Woubi Chéri läßt uns ein schwules Afrika entdecken, das schon immer existiert hat, aber das nun zum ersten Mal das Schweigen bricht. Dort, wo sie wie in Zimbabwe unterdrückt werden, richten sich die Schwulen in den unteren Schichten der Gesellschaft ein und machen sich unsichtbar. Doch nicht überall sind sie dermaßen marginalisiert, vor allem in der städtischen Elfenbeinküste sind sie ein sichtbarer Bestandteil des alltäglichen Lebens geworden. Die „Woubis“ und die „Jossis“ der Elfenbeinküste (im örtlichen schwulen Slang: die „Verrückten und ihre Männer“) erzählen von ihrem Alltagsleben mit viel Humor und Emotionen, aber auch mit Kampfgeist und traditionellem Afrikanischen Bewußtsein. Die Protagonisten des Films lassen uns ihre kuturelle und sexuelle Identität so entdecken, wie sie selbst sie wahrnehmen und erleben. Hier gelten andere Parameter als im Westen, und die Erfahrungswelt schwuler Afrikaner verändern westliche Vorstellungen darüber was „gay“ und „straight“ sein könnte.

[zurück]